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7th IEEE International Workshop on Factory Communication Systems

Dresden war vom 20. - 23. Mai 2008 Gastgeber der größten, von der IEEE organisierten Workshops, der speziell industrieller Kommunikation gewidmet war. Der Workshop behandelte alle Aspekte von Kommunikationsnetzwerken in technischen Anwendungen der Verfahrens- und Fertigungstechnik, in Gebäudeautomation und Automotive: Echtzeitsysteme, Verfügbarkeit, Systemintegration, Informations- und Kommunikationstechnologie in der Automation sowie aktuelle Forschungsthemen.

 

An der Podiumsdiskussion "Science meets Industry - Research and Education Demands" am Eröffnungstag nahm als Vertreter der Siemens AG der Vorsitzende des VDE BV Dresden Herr Sonnhard Lungfiel teil. Er sprach sich wie die anderen Industrievertreter deutlich dafür aus, die Kontakte zwischen den Wissenschaftlichen Einrichtungen und der Automatisierungsindustrie zu intensivieren. Forschung um der Forschung Willen sei nicht ein Schwerpunkt der Industrie, es gebe jedoch eine große Vielzahl von Forschungskooperationen, welche in effektiven, marktorientierten Ansätzen zu neuen kostengerechten Lösungen insbesondere für den heftig ansteigenden industriellen Einsatz von IT Standards, für globale Netzwerke und zunehmend im Markt geforderte spezifische Kundenanforderungen führen müssten.

 

Entwicklungsansätze für Verteilte Intelligenz, für nahtlose Kommunikation in allen Hierarchie ebenen der Automatisierung, die Nutzung von verbesserten IT Standards und die Integration von Vorgängersystemen, die erforderliche Einbindung von Öffentlichen Netzen, die Verbindungsmöglichkeiten von isolierten Automatisierungsinseln zueinander, synchronisiertes Netzwerkarbeiten und Netzwerkengineering, Anwendungen von Agententechnologien und web Service bis hin zur wireless Kommunikation sind denkbare Forschungs- und Entwicklungsthemen. Hierbei bietet PROFINET eine gut markteingeführte Basis und ist eine der geeignete Technologie für Netzwerkbildungen und Kommunikation, wie es bereits der ZVEI, der VDE und IEEE übereinstimmend festgestellt haben für die Weiterentwicklung der Automatisierungstechniken der nächsten Jahre. Auch sollte ein Schulterschluss zwischen der Industrieautomation und der Kommunikation verstärkt werden, wie dies in Einzelfällen heute industriell bereits praktiziert wird, jedoch auf Seiten der Lehre noch Nachholbedarf zu bestehen scheint.

 

Auf Seiten der Lehre, sowohl in der Organisation als auch bei den Lehrplänen und in der Praxisausbildung besteht noch weiterer Handlungsbedarf, wie das Plenum feststellte. Hier ist die Automatisierungsindustrie durchaus bereit zu weiterer zielführender Zusammenarbeit.

 

Um die führende Position in der Automatisierungstechnik zu sichern, gilt es aus Sicht der Automatisierungsindustrie auch in der Lehre vier Haupttrends in den Fokus zu stellen:

 

  • übersichtliche und profitable Lösungen sollten im Fokus stehen
  • ausgezeichnete Produkte müssen stetig zu Systemlösungen(Produkte und Service)geführt werden
  • Ausrichtung auf globale Verwendbarkeit der Automatisierungslösungen
  • Bereitschaft zu kontinuierlichen Weiterentwicklungen, Optimierungen

 

Teamarbeiten mit der Bereitschaft Kenntnisse, Erfahrung und persönliche Fähigkeiten einzubringen in eine sich immer raschere Fortentwicklung des Automatisierungsgeschäftes sollten auch in der Lehre und Ausbildung unbedingt gefördert werden

 
  
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